Commons:Info zur Schreibweis vom Boarischen

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's Boarische hod koah standardisirde Rechtschreiwung néd. Es gibt unterschiadliche Umschriftsystéme fyrs Boarische, voh fóneetisch, fónemaatisch bis an d' Rechtschreiwung vom Deitschen ånégloant. Schau unter: Boarische Umschrift. Dé Hauptseiten voh da Boarischen Ausgob voh Commons vawendt vóigernds Umschriftsystem:

Gschlóssene Vókaale[edit]

  • dé gschlóssen ausgspróchernen Vókaale wern gsondert kennzeichnet (z. Bsp. mid am Gravis), z. Bsp. dés, Bétt, gschlóssen, Bót usw. Auf a Vadóppelung voh d' Vókaale werd vazichtt.

Deenungs-h[edit]

  • es gibt koah Deenungs-h, des werd durch dóppéde Buachstom vóizong, z. Bsp, Deenung, Feeler,ower aa oiss wos lång ausgsprochen werd wia Weeg, aa leesen, Weeder usw. Dés "h" kennzeichnet in derer Umschrift an nasaalird ausgsprochernen Vókaal.

Nasaaliarung[edit]

  • vur -n, -m und -h wern d' Söbstlautt bzw. Diphtonge wia "au" nasaalird ausgsprochen.

Endung -en / -el / -er[edit]

  • dé hóchdeitsche Endung „-en“ wias aa im Ostmittlboarischen vurkummt wia z. Bsp. in mochen bleibt dahoiden, oiso néd mochn, dahoidn, lossn usw. gschriem, sondern mochen, lossen, dahoiden usw. um an Leesefluss z' daleichtern. Je noch Dialekt kås aa zu -er wern z. Bsp. locher, kaffer usw. Warum "er" und ned "-a"? Dé Schreiwung mid am -er schaud fost so aus wia mid am -en, oisó gwonheitsmässig leichter zum Leesen wia mid am -a. Eemsó vahoit sa sé mid da Endung „-el“.
  • de Endung „-er“ bleibt dahoiden, z. Bsp. Weeder (Wetter), unter (unter), Biacher (Bücher) usw.

ei / ai[edit]

  • Dés hóchdeitsche „ei“ werd eemfois so gschriem. Wånn dés ei aus am Hóchdeitschen eu entstånden is, umschreibt mas moastens in da Boarischen Umschrift mid am ai, dés kummt in derer Umschrift néd zur Götung. ai werd gschriem wånns aus 'm hóchdeitschen äu entstånden is.

ü / ö[edit]

  • 's hóchdeitsche „ü“ werd im Boarischen normaalerweis zu „i“. In månke Ostmittlboarische Dialekte bleibt ower vüfoch as ü dahoiden. In da Umschrit werd dés ois y wiedergeem, ausser dé Entrundungen (vü, spün, Hüfe usw.). Da Leeser kå sé entschein obara ü oder i fyrs y liest.
  • des hochdeitsche „ö“ werd sówoi im Westmittlboarischen ois aa im Ostmittlboarischen zu é. Es gibt owerraa Dialektformen in denen a „ö“ dahoiden bleibt. Dés werd do néd berycksichtigt.

Vursüm[edit]

  • Dé boarischen Vursüm - va, da, za - wern konsequent mid -a gschriem, oiso Vaker, vabrauchen, vakauffm, zabrechen, dabocken usw, oder aa vabraucher, vakaffer, zabrecher, dabocker usw.

Gróss & Kloahschreiwung[edit]

  • Dé Gróss- und Kloahschreiwung richtt sé noch d' Reegeln voh da Deitschen Ortógraafie.

„ß“[edit]

  • aufs „ß“ werd vazichtt und ois ss wiedergeem.

Diftonge[edit]

  • Bei dé boarischen Diftonge bleibt as „r“ in da Schreibweis dahoiden, wånns im Hóchdeitschen aa vurkummt. z. Bsp. werd, ned wead, org ned oag, stork ned stoak usw., dés soid an Leesefluss daleichtern.

„å“[edit]

  • des „å“ kennzeichnet an Laut déns sówoi im Westmittelboarischen ois in nasaalirder Form im Óstmittelboarischen gibt. Im Westmittelboarischen is dés der Laut wia man z. Bsp. in Landschoft, oisó a leicht vadunklts „a“ mid Dendenz zum „o“ hi spricht. Im Óstmittelboarischen kennzeichnet a, je noch Dialekt dén „âôû“-Laut bis hi zum a-Laut wia man z. Bsp. im Wort „Chance“ reedt (in da BAR-Wiki moast ois „ã“ wiedergeem); dén Laut gibts néd im Hóchdeitschen.