Category:Kinderheim (Ahlbeck)

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Jugendferienpark Ahlbeck (de) ehemals Kaiser-Wilhelm-Kinderheim (de); bouwwerk in Duitsland (nl)
Q79881260 
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Instance ofarchitectural structure
Location Germany
53° 56′ 03.19″ N, 14° 12′ 16.49″ E
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Deutsch: Der Jugendferienpark Ahlbeck, so ab 1993, Ahlbeck auf Usedom, Dünenstraße 2, wurde am 3. Juni 1913 durch Wilhelm II. als Kaiser-Wilhelm-Kinderheim (KWK) im Friedrichsthaler Wald offiziell eingeweiht, hatte aber im Mai bereits eröffnet als Erholungsheim für Großstadtkinder aus Berlin, einer 1912 getätigte privaten Stiftung des deutschen Kaisers, Wilhelms II. von Preußen, folgend. Das Haus empfing Gäste von April bis Oktober. Von der Planung bis zur Fertigstellung verging nur ein Jahr. Die Firma "Christoph & Unmack" in Niesky lieferte nach dem 'System Doecker' vorfabrizierte Holzelemente, aus denen nach Entwurf des Architekten Erwin Unterdörfer die Gebäude errichtet wurden. Johann Doecker, Hauptmann der dänischen Armee, hatte das System entwickelt. Auch Abbau und Wiederaufbau an anderer Stelle war bei dieser Bauweise relativ unkompliziert möglich. Um 1900 war neben Christoph & Unmack war die Wolgaster Actiengesellschaft für Holzbearbeitung, gerade im Ostseeraum, marktführend. Die Bauten, verbunden durch überdachte Gänge, gruppieren sich um ein Rechteck mit abgerundeten Ecken, wie bei einer Rennbahn, in dessen Mitte eine Pavillon genannte reetgedeckte Spielhalle steht. Am Nordwestende dominiert der Wohn- und Verwaltungsbau, in dem außer den Wohn- und Schlafräumen von Oberin und Schwestern auch ein spezielles Zimmer für den Kaiser eingerichtet war. Als einziger Bau der Anlage hat es eine Deckung aus Biberschwänzen, alle übrigen Gebäude sind mit Dachpappe eingedeckt. Die gegenüberliegende südöstliche Seite nimmt der Wirtschaftsbau mit dem Speisesaal ein. An den Längsseiten reihen sich mehrere Schlafhäuser – strikt getrennt nach Geschlechtern. Etwa 50 Jungs im Alter 6-12 Jahre bewohnten beide seewärtigen Häuser, 100 Mädchen im Alter 6-14 Jahre zwei größere Bettenhäuser auf der Waldseite. Oberin Mathilde Kirschner, die sich als ausgebildete Lehrerin und Krankenschwester schon Anfang des 20. Jh.s in Berlin um bessere Lebensverhältnisse für v.a. allein erziehende Arbeiterinnen gekümmert hatte, leitete das Heim bis 1945. Mit dem Tod des Ex-Kaisers 1941 übernahm die Reichspost als Trägerin das Heim. Ab 1945 zunächst Lazarett und dann Stabsstelle der Roten Armee wurde das Erholungsheim 1949 das Zentrale Pionierlager "Max Reimann", das 1959 nach dem polnischen Staatspräsidenten Bolesław Bierut umbenannt wurde. Seit 1988 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Nachdem die Berliner Sportjugend 1992 die Anlage übernommen hat, wurde sie umfassend saniert.

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