Sankt Martini

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Camera location53° 04′ 30″ N, 8° 48′ 15″ E Kartographer map based on OpenStreetMap.View all coordinates using: OpenStreetMap - Google Earthinfo
Deutsch: Die St. Martini-Kirche in der Altstadt von Bremen liegt in unmittelbarer Nähe zur Weser über dem nach ihr benannten Schiffsanleger an der Schlachte und gehört mit zu den ältesten Kirchen der Stadt.

Exterior[edit]

Maps[edit]

Interior[edit]

Deutsch: Zu den Kleinodien der Kirche gehört heute das vor dem Krieg ausgelagerte Inventar, insbesonders der in allen Einzelheiten und ursprünglichen Farbigkeit wieder erstandene Orgelprospekt, die mit reichhaltigen Schnitzereien versehene hölzerne Kanzel und die beiden Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert.

Pulpit[edit]

Deutsch: Die Kanzel ist das kostbarste erhaltene Stück der mittelalterlichen Ausstattung, sie wurde 1597 in der Werkstatt des Bremer „Snitger“ (Bildschnitzers) Hermen Wulff angefertigt.

Organ[edit]

Deutsch: Der Orgelprospekt von 1619 gilt als einer der schönsten seiner Art in Nordeuropa.

Bells[edit]

Deutsch: Von den insgesamt neunzehn Glocken unterschiedlicher Größe sind siebzehn in das Glockenspiel einbezogen, fünf werden gleichzeitig als Läuteglocken benutzt.


Deutsch: Das Glockenspiel in den Adventszeit

Church windows[edit]

Deutsch: Die vormals weißen Fenster wurden nach dem Wiederaufbau durch farbige ersetzt. Das Martinsfenster im Nordschiff, die acht Fenster im Chor und das sogenannte Hohe Fenster in der Südwand wurden durch die Bremer Künstlerin Elisabeth Steineke (†2003) auf handbemaltem Glas gestaltet. Die Wappenfenster in den Seitenschiffen sind Neuschaffungen des Worpsweder Künstlers Werner Rohde.


Deutsch: Die acht Fenster im Chor (von links gesehen)

Relief, baptismal font and fresco[edit]

Deutsch: Das frühbarocke Martinsrelief stammt aus dem Jahr 1626. Es befand sich über dem Durchgang des Küsterhauses, das vor der Kirche zur Martinistraße hin stand und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Seitlich darunter befanden sich die beiden Wappensteine der Bauherren Senator Harmen Müller und des Eltermanns Berend Vaget. Dieser Durchgang diente als Eingang zur Kirche; das Küsterhaus wurde im Kriege zerstört, an seiner Stelle befindet sich die Eingangs-Vorhalle, in der die Wappensteine jetzt angebracht sind.
Von den urspünglich vorhandenen sechs Epitaphien sind im Krieg vier zerstört worden. Sie gehörten: Heinrich von Rheden (†1602), Arnold Gröning (†1617), Johann Clampius (Clamp) (†1611) und Hermann Müller (†1628).


Deutsch: Die beiden Kreuzgewölbe des spätgotischen Chores aus den Jahren 1376 bis 1384 haben figürliche Abschlusssteine und jeder der unteren Kapitelle zeigt ein anderes Motiv. Aus dem Schutt der eingestürtzten Dächer geborgen ist der ausdrucksvolle Schlussstein im Gewölbe der Apsis, er stellt die segnende Gestalt Christi als Weltenrichter dar und zeigt trotz schwerer Beschädigungen die zarte Meißelarbeit der damaligen Steinmetze und Bildhauer.

Chandelier[edit]

Deutsch: Die beiden Messing-Kronleuchter sind flämische Arbeiten aus der Zeit um 1650.

Neanderhaus[edit]

Deutsch: Den Namen Neanderhaus trägt das Gebäude nach seinem berühmtesten Bewohner, dem Frühprediger an Sankt Martini Joachim Neander. Das ehemalige Pastorenhaus ist ein Anbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.