User:Stepro/Missverständnisse

From Wikimedia Commons, the free media repository
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Here I gather some wide-spread misunderstandings about photos on Commons, and my personal view of it.

1: A photo on Commons must be usable without any restrictions[edit]

This is a common misconception: when you upload photos to Commons, they must be under a free license also for commercial use. But if we want them to be released from all personal rights for any commercial/advertising use, we probably would have to delete > 90% of all photos with living people on it. Of course you must not use a CC0 photo for detergent advertising, as long as the consent of the person depicted is not given. And this - of course - will not be available on almost all person photos on Commons. The template Personality rights is very well known. There is saying in the English version: "Although this work is freely licensed or in the public domain, the person(s) shown may have rights that legally restrict certain re-uses unless those depicted consent to such uses."
Therefore, similar restrictive templates that require the obtaining of personal rights approval from certain organizations (such as the DFB, UEFA, FIFA, or the clubs) are fully compatible with Commons. They only limit the legal personality, and are not in conflict with the free licenses, which only affect the copyright. Also comments in the IPTC fields of the photos, such as "Useable for editorial use only, no model release available" are therefore only hints to the subsequent users, what is already allowed and what is not; and are in no contradiction to the free licenses or rules on Commons.

So it is even worded in the deed of the CC-BY-SA 4.0 license: "The license may not give you all of the permissions necessary for your intended use. For example, other rights such as publicity, privacy, or moral rights may limit how you use the material." (deed)

2: Fotos Zweidimensionaler Objekte sind gemeinfrei[edit]

Immer wieder liest man auf de-WP oder auf Commons, dass Fotos zweidimensionaler Objekte, die selbst bereits gemeinfrei sind (z. B. alte Gemälde), ebenfalls gemeinfrei seien. Das trifft zwar für die meisten Länder der Erde zu, aber nicht für Deutschland. In Deutschland gibt es nun mal die Unterscheidung zwischen Lichtbildwerken und einfachen Lichtbildern, und für letztere ein Leistungsschutzrecht. Damit sind solche Fotos in der Regel bis 50 Jahre nach der ersten erlaubten Veröffentlichung geschützt. (§72 UrhG])
In der Vorlage {{PD-Art}} heißt es dazu: "Nach offizieller Ansicht der Wikimedia Foundation sind originalgetreue Reproduktionen zweidimensionaler gemeinfreier Werke gemeinfrei. Diese fotografische Reproduktion wird daher auch als gemeinfrei in den Vereinigten Staaten angesehen. Die Verwendung dieser Werke kann in anderen Rechtssystemen verboten oder nur eingeschränkt erlaubt sein."
Die USA kennen - wie die meisten Länder - kein Leistungsschutzrecht für Fotos. Deutschland aber wie eben angeführt schon, auch wenn es damit sehr alleine steht. Es bringt nichts, wenn Wikipedianer meinen, ihre nicht durch Gesetze und kaum durch Urteile unterlegte Meinung zur Realität erheben zu müssen. Dass mir das Verhalten einiger Museen nicht gefällt, dass ich generell gegen Fotoverbote in Museen bin, und auch gegen Einschränkungen in der Nutzbarkeit von dort selbst angefertigten Fotos, ändert doch nichts am geltenden Recht.
Die jüngsten Urteile zu den Reiss-Engelhorn-Museen (REM) oder auch andere Urteile bestätigen dies. Der Bundesgerichtshof hat dies im Dezember 2018 höchstricherlich bestätigt.

Als Abgrenzung dazu gelten rein mechanische Kopien, wie z. B. Kopien mit einem Scanner oder anderen Vorrichtungen, die Kopien vollautomatisch erzeugen, ohne dass der Ersteller eine mindeste persönliche (wenn auch nicht schöpferische) Leistung erbringt, wie z. B. Wahl von Blende, Belichtungszeit, ISO, Abstand zum Objekt, und vor allem Ausleuchtung des Objekts. Solche rein technischen Reproduktionsvorgänge sind nicht schützbar.

3: Nur der Fotograf eines Fotos kann dieses unter eine freie Lizenz stellen[edit]

Das ist in dieser generellen Aussage nicht richtig. Falls der Urheber (=Fotograf) alle Nutzungsrechte vollumfänglich abgetreten hat, kann er dies sogar nicht mehr selbst tun. Dafür kann es der Inhaber dieser "vollumfänglichen Nutzungsrechte" - er kann mit dem Foto machen, was er möchte.
Dazu zwei konkrete Beispiele:

  1. Wikipedianer 1 bittet Wikipedianer 2, mit seiner Kamera ein Foto von ihm zu machen. Dieser macht das natürlich gern, und sagt anschließend Wikipedianer 1, er könne mit dem Foto machen was er will. Das ist bekanntermaßen unter Freunden/Kollegen/Wikipedianern absolut üblich, und auch unumstritten, dass Wikipedianer 1 das Foto anschließend unter freier Lizenz nach Commons hochlädt. Natürlich sollte er möglichst Wikipedianer 2 als Urheber angeben. Das Gleiche kann allerdings auch mit einem zufälligen Passanten statt Wikipedianer 2 passieren. Da man dessen Namen nicht kennt, lädt man es eben mit der Urheberangabe "zufälliger Passant" hoch. Auch das gibt es bei Commons öfter, und stellt allgemein kein Problem dar.
  2. Ein Arbeitnehmer oder ein Auftragnehmer tritt per Arbeitsvertrag oder Dienstvetrag, oder durch eine extra zusätzliche Vereinbarung, alle Nutzungsrechte an den Arbeitgeber bzw. Auftraggeber ab. Das ist z. B. bei Film und Fernsehen Standard. Auch für Rundfunkanstalten oder private Sender tätige Fotografen geben in aller Regel eine Erklärung zur kompletten Übertragung aller bekannten und noch nicht bekannten Nutzungsrechte ab, und zwar zeitlich und örtlich unbegrenzt, für jegliche Veröffentlichung auf jeglichem Medium, mit dem Recht zur Unterlizenzierung. Selbst wenn diese Nutzungsrechteübertragung nicht exklusiv ist, also der Fotograf selbst auch noch die Nutzungsrechte an dem Foto besitzt, darf der Auftraggeber die Fotos beliebig verwenden, und unter den beschriebenen Umständen auch unter eine freie Lizenz stellen.

Dazu ein Gedanke zur Nachweisbarkeit: Wenn ein "normaler Nutzer" ein Foto als eigenes hochlädt, und dies plausibel erscheint, akzeptieren wir dies ohne Nachweis. Das ist sogar das gewünschte Standardvorgehen. Wenn ein Nutzer ein Foto eines anderen hochlädt, und dieser andere per Mail ans Supportteam versichert, der Urheber zu sein, und dies plausibel erscheint, akzeptieren wir dies ebenfalls ohne Nachweis.
Wenn nun jemand per Mail ans Supportteam versichert, Inhaber der vollumfänglichen Nutzungsrechte zu sein, und dies plausibel erscheint, warum sollten wir dies dann plötzlich nicht akzeptieren, und eine extra Bestätigung des Fotografen verlangen? Dies finde ich inkonsequent, und ohne Mehrwert. Sollte uns der Nutzungsrechteinhaber wissentlich belügen, könnte dies genauso der vermeintliche Fotograf. Weder die Commonsnutzer noch das Supportteam können Missbrauch durch absichtliche Täuschung ausschließen, es sollte mit Augenmaß und gesundem Menschenverstand vorgegangen werden.